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Auf der Berlinale: Sita sings the Blues

Von: kathleen am 15. Februar 2008

Kategorie: Impressionen Archiv

Im Grunde genommen erzählt der Animationsfilm Sita sings the Blues die mythologische Geschichte von Sita und Rama, die  Ramayana . Rama, der Ehemann von Sita, wird verbannt. Sita wird von Ravana, dem König von Lanka, entführt. Hanuman macht sich in Ramas Auftrag auf den Weg Sita zu finden und will sie zu Rama zurück bringen. Rama kämpft gegen Ravana und tötet eine Menge Dämonen. Sita macht die Feuerprobe und beweist ihre Reinheit... und dennoch vertraut ihr der Angebetete nicht und verbannt sie erneut.

BhavanaSitaContaminated Copyright Nina Paley 2008

In Nina Paleys Film spielt jedoch Sita die Hauptrolle. Sie singt den Blues und macht damit aus der traditionellen Geschichte (die den Gott Rama im Zentrum sieht) ihre eigene Geschichte: eine "Sitayana". Und Sitas Geschichte wird bei Paley die vieler verlassener Frauen, unter anderem die eigene...

Sita sings the Blues ist eine irrwitzig bunte Geschichte, die das Kinopublikum mit immer neuen Animationsstilen verwirrt und verwöhnt. Die Lieder, die Sita singt, wurden von Annette Hanshaw aufgenommen -- einer amerikanischen Sängerin der 1920er und 30er Jahre --, wodurch Paley auf angenehmste Art vermeidet in eine exotisierende Hindu-Folklore zu verfallen. Drei Scherenschnitte, die sich mit der Mythologie nur leidlich auskennen, leiten die Zuschauerinnen und Zuschauer von einer Szene zur nächsten und der Gott Rama... kommt nicht gut weg.

Zuletzt geändert am 15.02.2008 21:29:21 von kathleen

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Film Ramayana .

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Kommentare

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  1. Schöner Film

    Verfasst von: urmila am 15. Februar 2008 um 09 Uhr 06 | Permalink

    Auch mir hat der Film ausgesprochen gut gefallen. Sehr schön eine andere Genderperspektive auf die Ramayana zu nehmen. Gleichzeitig war ich mir beim Zuschauen aber auch etwas unsicher. Ich selber bin nicht religiös und weiß nicht wirklich, was es für gläubige Hindus bedeutet, wenn Rama "nicht so gut weg kommt". Ich fand aber das Nina Paley in der anschließenden Diskussion sehr gut zu diesem Themenkomplex Stellung genommen hat. Sie hat sich ganz offensichtlich sehr intensiv mit der Ramayana auseinandergesetzt, kennt verschiedene Darstellungen (auch solche, die eine solche Genderumdeutung schon vor ihr gemacht haben), verletzt Gefühle nicht leichtfertig und erzählt ihre Geschichte vor dem Hintergrund ihrer eigenen positiven Faszination mit der Ramayana.

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