Sie sind hier: Startseite Blogs Hinweise Die "India Cables" von WikiLeaks bei "The Hindu"
Nicht nur fünf westliche Zeitungen haben sich an der journalistischen Aufbereitung der zigtausend Depeschen von US-DiplomatInnen an das State Department beteiligt, die das Whistleblower-Portal WikiLeaks des schillernden Egomanen Julian Assange seit November 2010 veröffentlicht hat. Eingereiht in den Reigen hat sich mittlerweile auch die indische Tageszeitung "The Hindu", die nach längeren Verhandlungen mit Assange den "India Cache" erhalten hat: mehr als 5.000 der sogenannte "Cables" mit Bezug zur Indischen Union - zusammen ein Textkorpus von sechs Millionen Worten.
Seit dem 15. März 2011 veröffentlicht "The Hindu" nun die Früchte der Arbeit seiner JournalistInnen sowie die Depeschen selbst in der Reihe "The India Cables": Die Themen reichen von der Entwicklung der strategischen Partnerschaft zwischen Indien und den USA, Indiens Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten und dem Rest der Welt, Delhis Nuklearpolitik und Fragen der Rüstungskontrolle über Terrorismus und den Kaschmir-Konflikt bis hin zu Menschenrechts-, Wirtschafts- und Umweltfragen. Unter den neueren Beiträgen finden sich z.B. Berichte zum großen Interesse von US-Außenministerin Hillary Clinton am Unique Identification (UID) Projektes , der geplanten Totalerfasssung der indischen Bevölkerung, oder der Hoffnung des Vatikans, dass Indien eine "Insel des Wachstums" für den Katholizismus sei.
Hinzugekommen ist mittlerweile auch eine Rubrik "The Pakistan Cables" - Mosaikstückchen der Brille, durch die die Weltmacht seinen ungeliebten Verbündeten sieht. Wer sich hierzulande für die Spiegel-Recherchen in den US-Botschaftsdepechen begeistern konnte, dürfte an der Serie von "The Hindu" seine Freude haben.
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