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In einem Artikel über den Schuldenerlass für überschuldete KleinbäuerInnen in Indien ordnet der taz-Autor Sascha Zastiral die Probleme von KleinbäuerInnen im Süden in einen globalen Kontext ein:
Es ist ein drastisches Beispiel dafür, wie Liberalisierung und Weltmarktintegration Kleinbauern in in Bedrängnis gebracht haben.
Seit Indiens Wirtschaftlichsliberalisierung Anfang der 90er Jahre konzentrierte sich jede Regierung in Delhi auf Investitionen multinationaler Konzerne. Dafür benötigte Indien Kredite von der Weltbank. Doch deren Auflagen und die Politik der Welthandelsorganisation (WTO) waren für ländliche Regionen dramatisch: Indien senkte gemäß Weltbank-Forderungen die Zölle für Agrarimporte. Fortan überschwemmte etwa subventioniertes Getreide aus Europa und den USA die indischen Märkte. Dort verfielen die Preise.
Zuletzt geändert am 22.04.2008 14:02:17 von urmila
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