Sie sind hier: Startseite Blogs Hinweise Lesung und Gespräch mit Autor Hasnain Kazim 'Grünkohl und Curry', 18.09.2009 20 Uhr
Der 1974 in Oldenburg geborene Hasnain Kazim, Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer, wuchs in der kleinen Gemeinde
Hollern-Twielenfleth zwischen Stade und Hamburg auf. Der Politikwissenschaftler arbeitet seit 2006 als Redakteur bei "Spiegel
online" in Hamburg und ist seit 2009 für "Spiegel online" und "Spiegel" als Korrespondent für Südasien tätig.
Dieses Jahr wurde sein Buch "Grünkohl und Curry" veröffentlicht, in dem Kazim über die schwere Existenz seiner Familie in Deutschland
reflektiert. Er schreibt über das Schicksal seines Vaters, der von Indien nach Pakistan flüchtete und dort Kazims Mutter, eine Pakistanerin aus gut situiertem Hause, heiratete und schlussendlich mit ihr nach Deutschland auswanderte. In seinem autobiographischen Werk erzählt Kazim die komplexe Familiengeschichte zweier Auswanderer, seiner Eltern, die sich mühsam und ohne vertrautes, heimisches Netz langsam einlebten. Das Buch "Grünkohl und Curry" ist eine sehr persönliche Geschichte, die zugleich aber auch ein sachliches Buch ist, welches die Hindernisse, Hürden und alle Schwierigkeiten mit denen Menschen konfrontiert werden, die sich in einem neuen kulturellen Umfeld niederlassen (welche Motive auch immer dafür vorliegen), dokumentiert.
Das Sprachenatelier begrüsst Hasnain Kazim zu einer Lesung aus seinem Buch "Grünkohl und Curry". Anschließend findet eine Podiumsdiskussion statt, in der Anregungen und Fragen zum Buch aber auch zu weiterführenden Themen bezüglich des Kaschmir-Konflikts und zur allgemeinen politischen Situation in Pakistan diskutiert werden können. In diesem Sinne sind alle Literatur- und Pakistan-Interessierte herzlich eingeladen zuzuhören, mitzudenken und mitzudiskutieren!
Ort der Lesung:
Sprachenatelier Berlin
institut für sprachen, kunst und kultur
Frankfurter Allee 40
10247 Berlin
Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung bis zum 17.09.2009 per mail@sprachenatelier-berlin.de wird gebeten.
Zuletzt geändert am 07.09.2009 0:06:15 von urmila
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Verfasst von: urmila am 03. Oktober 2009 um 09 Uhr 14 | Permalink
Bei der Lesung war ich nicht. Das Buch habe ich allerdings inzwischen gelesen und mein Urteil: anstrengend.Verfasst von: Fritzi am 05. November 2009 um 08 Uhr 54 | Permalink
ich habe die Lesung besucht, kennen dafür das Buch jedoch nicht vollständig. Trotzdem würde ich diese Einschätzung bestätigen. Orientalistische Stereotypen wurden sowohl im Gespräch mit dem Autor, der auch noch der Südasien-Korrespondent des Spiegels ist, als auch in den gelesenen Textpassagen immer wieder aufgegriffen und (großteils unhinterfragt) reproduziert. Auch wenn eine literarisch Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie und dem Migrationshintergrund der Eltern wichtig, spannend und lohnenswert ist, so lässt es sein Buch an Tiefgang missen und versucht vor allem, mit Plattitüden und "skurrilen Anekdoten" zu unterhalten.Dies ist der Blog von suedasien.info, dem Informationsportal zu Südasien. In Ergänzung zu den ausführlichen und redaktionell bearbeiteten Analysen auf suedasien.info gibt dieser Blog den Raum für kurze subjektive Eindrücke aus und zu Südasien. Die einzelnen (namentlich gekennzeichneten) Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion und des Herausgebers.
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