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Rama und Sita - Das Ramayana in der Malerei Indiens

Von: kathleen am 22. August 2008

Kategorie: Hinweise Archiv

Nachdem ich zur Berlinale über den Film Sita sings the Blues berichtet habe, sollen dieses Mal die klassischen Interpretationen des Epos Ramayana im Mittelpunkt stehen. Das Museum Rietberg in Zürich hat für die Ausstellung  Rama und Sita rund hundert nordindische Ramayana-Bilder aus dem 16.-19. Jahrhundert zusammengetragen und einen akustischen und visuellen Raum geschaffen, in dem Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Stationen des Epos nachverfolgen können.

Die Reise führt uns dabei nicht nur von der weißen Stadt Ayodhya in die Verbannung im Dschungel und über das Meer auf die Insel Lanka, sondern auch durch die Darstellungstraditionen verschiedener Jahrhunderte. Die Ähnlichkeiten innerhalb einer Schule, aber auch die Unterschiede zwischen den Stilen, lassen sich so gut nachvollziehen. Mich hat dabei vor allem erstaunt, wie sehr viele Bilder aktuellen Comics ähneln. Oftmals stellt nämlich ein Bild mehrere Szenen aus dem Epos da und lässt sich entsprechend als Abfolge lesen. Aber auch die Blutrünstigkeit mancher Darstellungen hat mich überrascht: Blutfontänen und abgetrennte Köpfe und Gliedmaßen sind in rauen Mengen vorhanden.

Leider kommt in der Ausstellung Sita zu kurz! Obwohl der Titel der Ausstellung auch ihren Namen trägt, spielt ihre Geschichte kaum eine Rolle. Sita bleibt Attribut ihres Gatten: sie ist eben manchmal im Bild und meistens nicht. Selbst die Feuerprobe Sitas und ihre Verbannung durch Rama, die sicherlich mehr als einmal gezeichnet wurden, werden nur mit einem Bild erwähnt.

Die (dennoch sehenswerte) Ausstellung kann noch bis zum 28. September 2008 im Museum Rietberg in Zürich besichtigt werden.

 

Zuletzt geändert am 22.08.2008 12:58:15 von kathleen

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Ausstellung Kunst Ramayana Schweiz .

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