Sie sind hier: Startseite Blogs Meinung Wird bald auch Peking am Hindukusch verteidigt
Im Nachrichtenportal telepolis erschien heute ein Artikel zu der Option eines militärischen Engagements der Volksrepublik China in Afghanistan. Zwar erscheint es fraglich, ob sich Peking wirklich in ein militärisches Abenteuer wagen will - unter anderem auch aufgrund der innenpolitischen Brisanz die dies mit sich bringen könnte.
Andererseits ist die VR China in den letzten Jahren zunehmend im Rahmen von UN-Missionen aktiv geworden und ist zum Beispiel in Haiti, Liberia und Sudan an Blauhelmeinsätzen beteiligt .
Interessant an dem Artikel fand ich das Gedankenspiel, dass eine chinesische Beteiligung in Afghanistan in den Zusammenhang mit dem indisch-pakistanischen (und auch iranischen) Ringen um Einfluss am Hindukusch stellt.
Leider wird dabei der geostrategische Aspekt nur am Rande gestreift, dass die VR China dadurch auch neue Wege in Richtung einer Kooperation mit der NATO (und insbesondere den USA) beschreiten würde, die schließlich eine führende Position bei den Einsätzen in Afghanistan einnehmen.
Würde Peking tatsächlich ein militärisches Engagement anstreben und dieses Angebot angenommen werden, brächte dies geostrategische Kaffeesatzleser in Erklärungsnot. Bislang wird gerne von diesen gerne behauptet, dass ein besonders wichtiger Aspekt des Engagements von NATO und USA in Afghanistan (und einigen zentralasiatischen Staaten als Versorgungsbasen) das Spinnen eines Netzes aus Stützpunkten und Vasallenstaaten rund um die VR China herum ist, um den chinesischen Einfluss einzudämmen. Gelegentlich kann es auch im Neuen großen Spiel nicht schaden, neue Wege einzuschlagen.
Zuletzt geändert am 03.09.2009 8:50:08 von peer
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