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Von: peer am 06. Mai 2008 keine Kommentare
Laut einem Bericht von msnbc rüstet die US-Armee ihre Truppen in Afghanistan mit tragbaren Lügendedektoren (Preliminary Credibility Assessment Screening System - PCASS) aus. Die Geräte sollen in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, um Verdächtige zu verhören, Zeugen zu befragen und den Zugang zu sicherheitsrelevanten Einrichtungen wie Kasernen zu regeln.
Das PCASS filtert die Ergebnisse von rund 20 Testfragen nach einem Alogarithmus und wertet das Ergebnis zum Ende mit Ampelfarben. Die Farbe Rot steht für "Person lügt", Grün für "sagt die Wahrheit" und Gelb für "Ergebnis unsicher". Die Fragen können in Englisch, Farsi und Paschtu gestellt werden.
Kritiker warnen vor dem Einsatz der rund 7.500 US-Dollar teuren Geräte, deren Trefferquote erheblich ungenauer als bei den von der Justiz in vielen US-Staaten eingesätzen Geräten ist. Bei der dritten Testphase, die an der John Hopkins University durchgeführt wurde, wurden rund 86 Prozent der Lügner identifiziert - aber 50 Prozent der Antworten von Testpersonen, welche die 20 Testfragen richtig beantworteten, als "unsicher" kategorisiert.
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Von: torsten am 22. April 2008 keine Kommentare
Eine Übersicht über die Reaktionen der nepalischen Blogger auf die Wahlen zur Verfassungsgebenden Versammlung gibt ein Artikel der Nepali Times. Dort finden sich auch Links zu einigen Bloggern.
Unterdessen stabilisieren sich die Wahlergebnisse: Die CPN-M errang genau die Hälfte der Direktmandate und rund 30 Prozent der Wahlergebnisse, Congress und CPN-UML folgen mit 37 bzw. 33 Direktmandaten und jeweils 20 Prozent landesweiten Stimmen.
Die Maoisten haben die beiden bürgerlichen Parteien gebeten (vorerst) in der Regierung zu bleiben. Die Presse spekuliert derweil, ob nun doch Prachanda statt Bhattarai den Premierposten übernimmt.
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Von: urmila am 22. April 2008 keine Kommentare
In der taz hat der britische Autor und ehemalige Studentführer Tariq Ali über 1968 geschrieben und geht dabei auch kurz auf Pakistan ein:
Und dann entlud sich im November 1968 die Situation in Pakistan. Studenten legten sich mit dem Staatsapparat einer korrupten und veralteten Militärdiktatur an, die von den USA unterstützt wurde (kommt Ihnen das bekannt vor?). Ihnen schlossen sich Arbeiter, Rechtsanwälte, Angestellte, Prostituierte und andere soziale Schichten an, und trotz der schweren Repression (Hunderte wurden dabei getötet), nahm der Kampf noch an Kraft zu und brachte im folgenden Jahr Feldmarschall Ayub Khan zu Fall.
Bei meiner Ankunft im Februar herrschte eine beschwingte Stimmung im Land. Zusammen mit dem Dichter Habib Jalib reiste ich als Redner zu Kundgebungen im ganzen Land und fand dort eine ganz andere Stimmung vor als in Europa. Hier schien die Macht gar nicht so weit entfernt. Der Sieg über Ayub Khan führte zu den ersten Parlamentswahlen in der Geschichte des Landes. Die bengalischen Nationalisten in Ostpakistan erlangten eine Mehrheit, die von der Elite und führenden Politikern nicht anerkannt wurde. Der Bürgerkrieg führte zur militärischen Intervention Indiens und beendete das alte Pakistan. Bangladesch war das Ergebnis dieses blutigen Kaiserschnitts.
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Von: torsten am 21. April 2008 keine Kommentare
Für Reisende mit einigen Wochen Zeit und Spaß am Umsteigen soll noch in diesem Jahr eine Bahnfahrt von Europa bis nach Bangladesh möglich sein. Dann wird der Südkorridor der von der UN unterstützten "Trans Asian Railway" weitgehend geschlossen sein. Nur Birmas Streckennetz, wo wegen der Militärherrschaft ausländische Investitionen ausbleiben, wird dann eine Zugverbindung bis Singapur blockieren.
Am 14. April war die Verbindung zwischen Kolkata und Dhaka wiedereröffnet worden. Bei aller Freude über die preiswerte Verbindung zwischen den Metropolen Bengalens richtet sich die Kritik der Presse in Indien und Bangladesh vor allem auf die indische Grenzabfertigung.
Die Verbindung zwischen dem pakistanischen Lahore und dem wenige Kilometer entfernten Amritsar ist seit Januar 2004 ebensfalls wieder offen, bleibt aber ein Nadelöhr. Mit Umsteigen, Lokwechsel und Grenzabfertigung brachte es eine Reporterin des Hindu 2005 auf über acht Stunden für die 30 km lange Strecke.
Richtung Europa fehlt nur noch der Lückenschluss an der iranisch-pakistanischen Grenze, wo die europäische Spurweite und die südasiatischen Breitspur aufeinandertreffen. Vom iranischen Zahedan besteht bereits eine Verbindung nach Quetta, die nach Anschlägen 2006 aber nur noch sporadisch für den Passagierverkehr genutzt wird. Sie soll nun modernisiert werden, so dass die bereits für 2007 geplante Verbindung nach Bam mit Anschluss an die bestehende Linie nach Teheran nun noch im Laufe des Jahres geschlossen wird.
Angesichts der Rivalitäten zwischen den Regierungen der Transitländer und der geringen bilateralen Zusammenarbeit werden nur die wenigsten grenzüberschreitenden Verbindungen täglich angeboten. Auf der mindestens zwei- bis dreiwöchigen Reise wird die oder der Reisende wohl etliche Bahnsteige Asiens in aller Ruhe studieren können.
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Von: torsten am 17. April 2008 keine Kommentare
Mit einer Verdreifachung der nichtmilitärischen Unterstützung will der US-Congress die erfolgreiche Regierungsbildung in Pakistan belohnen und nun wieder stärker auf gute Beziehungen zu den zivilen Eliten zu setzen.
Musharraf ist offenbar schon abgeschrieben: "Each day Musharraf's influence becomes less and less...we are very pleased with the new civilian government.", zitiert der britische Guardian einen US-Beamten in einem informativen Bericht .
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Von: urmila am 16. April 2008 keine Kommentare
Bei der Konferenz Wissen wandert hat heute Neeta Bhushan von der Indischen Botschaft in Berlin zum Thema "Indiens Know-how - Chance für Europa?" gesprochen.
Sie begann ihren Vortrag mit einem Bekenntnissen zur liberalen Wirtschaftsordnung und sagte, dass die freie Bewegung von Gütern, Kapital und Menschen über Grenzen hinweg erwünscht sei. Allerdings wunderte sie sich, warum der freie Handel und die Liberalisierung der Kapitalmärkte gefördert würde, während die Migration von Menschen behindert würde. Sie argumentierte, dass sowohl die Herkunftsländer wie die Aufnahmeländer von den MigrantInnen profitieren würden. Der komparative Vorteil Indiens liege gerade im Dienstleistungssektor und daher wäre es wichtig, dass indische BeraterInnen, IT-Fachleute, Manager, etc. sich frei bewegen können. In Deutschland würde dies aber durch eine Reihe von restriktiven Maßnahmen behindert. Deutschland wäre daher nicht besonders interessant für indische Hochqualifizierte, wenngleich viele indische Firmen hier investierten.
Ihre Argumentation erinnerte mich sehr an die Diskussionen bei einer Konferenz in Kathmandu über die WTO-Regeln zur Liberalsierung des Welthandels vor fünf Jahren. Die Nachricht scheint noch nicht angekommen zu sein.
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Von: urmila am 13. April 2008 keine Kommentare
In Neu-Delhi hat laut taz das erste Indisch-Afrikanische Gipfeltreffen stattgefunden:
Lange hat Indien dabei zugesehen, wie sich Konkurrent China in Afrika Absatzmärkte und Rohstoffe gesichert hat. Nun hat das energiehungrige südasiatische Land die Initiative ergriffen: Beim ersten Indisch-Afrikanischen Gipfeltreffen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi, das am Mittwoch endete, unterzeichnete Indien mit zahlreichen afrikanischen Staaten Abkommen.
Zu den chinesischen Wirtschaftsbemühungen in Afrika hat die taz auch einen ausführlichen Artikel veröffentlicht.
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Von: urmila am 02. April 2008 1 Kommentar
Laut taz weigert sich Baichung Bhutia, der Kapitän der indischen Fußballnationalmannschaft, die Olympia-Fackel wie geplant am 17. April durch Delhi zu tragen:
Ich sympathisiere mit der Sache der Tibeter. Das ist meine Art, dem tibetischen Volk in seinem Kampf beizustehen.
taz-Autor Sascha Zastiral vermute, dass Bhutias Absage der indischen Regierung aus zwei Gründen Sorgen macht: erstens, will Indien die verbesserten Beziehungen mit China nicht gefährden und zweitens, kommt Bhutia aus Sikkim, das bis 1975 ein eigenständiges Königreich war.
Über den indischen Fußball berichtet auch indianfootball.com .
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