Blogs : Rezensionen

Sie sind hier: Startseite   Blogs   Rezensionen (6)

The World Unseen

Von: urmila am 02. Mai 2008 keine Kommentare

Archiv

In "The World Unseen" erzählt die britische Autorin Shanim Sarif die Geschicht von zwei indischen Frauen in Südafrika Anfang der 1950er Jahre. Sarif zeigt dabei, wie Apartheid, Patriarchat und Homophobie zusammen wirken und die Rechte der Einzelnen massiv einschränken.

 

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare.

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Südafrika Gender Queer Rassismus Literatur .

Essays zur Demokratisierung Nepals

Von: Savifa am 22. April 2008 keine Kommentare

Archiv

Buchvorstellung von Savifa

Nepal, crisis unlimited: reflections from the crucial years; [what went wrong?] / von Barbara S. Adams. New Delhi: Adroit Publishers, 2006.

Die gebürtige Amerikanerin Barbara Adams lebt seit über 45 Jahren in ihrer Wahlheimat Nepal und hat sich seitdem einen Namen als Kritikerin und Aktivistin in ökologischen, wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und menschenrechtlichen Fragen gemacht. Seit 1991 schreibt sie Kolumnen u.a. in "The Independent", "Kathmandu Post" oder "The Everest Herald" - wobei ihr (linker) Blickwinkel nicht immer geteilt wird. So wurde sie bereits zweimal aus Nepal ausgewiesen und auch ihre Veröffentlichungen werden kontrovers rezipiert.

Der vorliegende Band Nepal, crisis unlimited: reflections from the crucial years; [what went wrong?] vereinigt zahlreiche, oftmals bereits an anderem Ort veröffentlichte Essays, die den Stand der Demokratisierung Nepals - oder eher deren Scheitern - kritisch auszuloten suchen. Die crucial years zwischen 1996-1998 waren durch den Bürgerkrieg der maoistisch-kommunistischen Partei Nepals gegen die Monarchie und das hinduistische Klassensystem geprägt. Die Aufsätze gliedern sich thematisch in die Rubriken Politik, das Aufkommen des Maoismus, Umweltpolitik, Entwicklungshilfe und Diverses.

Die Tatsache, dass in Nepal am 10. April 2008 Wahlen zu einer verfassungsgebenden Versammlung stattfanden, verleihen den Essays wieder eine ganz besondere Aktualität.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare.

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Nepal Demokratisierung Literatur Wissenschaft .

Comics als Ersatzlektüre

Von: Savifa am 18. April 2008 keine Kommentare

Archiv

Buchvorstellung von Savifa

Vom rezitierten Purana zur gemalten Bildergeschichte: Informationstransfer bei der Umsetzung indischer mythologischer Übeerlieferung in Comics / von Carina Back. Münster, Berlin: LIT, 2007.

Die Religionswissenschaftlerin und Germanistin Carina Back diskutiert in ihrer Magisterarbeit Vom rezitierten Purana zur gemalten Bildergeschichte: Informationstransfer bei der Umsetzung indischer mythologischer Überlieferung in Comics, ob das Genre Comic das angemessene Medium für die Vermittlung religiöser Themen sein kann.

Auf den ersten Blick scheint das Niveaugefälle zwischen den Niederungen der Trivialliteratur und den Höhen eines Werkes aus dem Bereich der Hochliteratur schwindelerregend. Aber existiert dieses scheinbare Niveaugefälle überhaupt und eignen sich Comics gar als "Ersatzlektüre" für traditionelle mythologische Schriften - oder sind die Gegensätze des Genres eben doch zu groß, als dass sie ein gewinnbringendes Bündnis für den Informationstransfer eingehen könnten?

Dies sind die Fragen, die Carina Back angesichts des großen Erfolgs der indischen Comic-Reihe Amar Chitra Katha stellt: Fast 90 Millionen Exemplare des indischen Mythologie-Comics haben sich weltweit in diversen Übersetzungen verkauft. Geschrieben werden sie von Anant Pai, der indischen Kindern wieder Inhalte und Personen aus der indischen Mythologie nahe bringen will: Shiva, Vishnu und Ganesha anstelle von Tarzan und Zeus.

Und dies, so die Autorin, gelinge ihm optimal: Die Comics vermitteln - und nicht nur Kindern - auf gleichsam überzeugende und unterhaltsame Art und Weise in Text und Bild vielseitige religiöse Inhalte; auch wenn der hier umgesetzte technische und erzählerische Anspruch "comic-untypisch" sei.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare.

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Purana Comic Wissenschaft .

Orte ewigen Glücks

Von: Savifa am 03. April 2008 keine Kommentare

Archiv

Buchvorstellung von Savifa

Auf der Suche nach dem Ort des ewigen Glücks: Kultur, Tourismus und Entwicklung im Himalaya / von Kurt Luger. Innsbruck: Studien Verlag, 2007.

 Kurt Luger spiegelt in den Beiträgen des Buches die mannigfaltigen Facetten der Menschen, Kulturen und Landschaften in der Himalayaregion wider: in Essays, Reportagen, Erfahrungsberichten und Analysen sollen die verschiedenen Lesarten von kulturellen, mythischen, religiösen oder ökonomischen Landschaften, die quasi parallel zur geographischen Landschaft liegen, dargestellt und eingefangen werden.

Kurt Luger ist Professor für interkulturelle und internationale Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg und Vorsitzender der Gesellschaft für ökologische Zusammenarbeit Alpen-Himalaya, Öko-Himal und kann in seinen bewusst subjektiv gefärbten Berichten persönliche Erfahrungen einfließen lassen, die er in der Zeitspanne von zwanzig Jahren in der Gebirgsregion gesammelt hat: Die Realität(en), die er beschreibt, sind im Zwischenraum von "spirituellem Gebirge" und "verlorenem Paradies" angesiedelt: sie erzählen von Schönheit, religiöser Versenkung, kulturellem Reichtum und Sehnsucht - aber ebenso auch von Diskriminierung, Hunger, Gewalt und Umweltkatastrophen. Dennoch ist das Buch mehr al ein Sammelsurium subjektiver Erzählungen; Bibliographien am Kapitelende und profunde Kenntnisse des sozio-kulturellen Kontextes vermitteln in der Zusammenschau der Beiträge einen tiefen und interessanten Einblick in den Lebensraum der Himalayaregion. 

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare.

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Himalaya Alltag Erlebnisbericht Literatur Wissenschaft .

Buddhismus in den Weltkulturen

Von: Savifa am 01. April 2008 keine Kommentare

Archiv

Buchvorstellung von Savifa

Buddhism in world cultures: comparative perspectives / ed. by Stephen C. Berkwitz. Santa Barbara, Calif. [u.a.]: ABC-CLIO, 2006.

Der an der Missouri State University lehrende Religionswissenschaftler Stephen C. Berkwitz gibt mit dem Sammelband Buddhism in world cultures ein umfassendes Kompendium zum modernen Buddhismus heraus: neben einem allgemeinen Überblick des Editors über die historische Entwicklung buddhistischer Strömungen und Praktiken versammelt der Band neun regionalspezifische Beiträge zu gegenwärtigen buddhistischen Traditionen. Darüber hinaus wird eine umfangreiche, kommentierte Bibliographie und ein Glossar bereitgestellt.

Damit steht der Sammelband ganz in der Tradition der ABC-Clio Reihe "Religion in contemporary cultures", die der Frage nachgeht, welche je spezifischen Transformationen die großen Weltreligionen erfahren, wenn sie im Zuge einer globalisierten Welt in lokale kulturelle Traditionen eingebunden werden.

So ergründen die neun AutorInnen in regionalen Studien, welche Besonderheiten und Eigendynamiken buddhistischer Lehre und Handlungen sich ausbilden, wenn eine der ältesten Religionen der Welt in einen spezifischen lokalen Kontext integriert wird. Dabei sind sie vom Herausgeber insbesondere dazu aufgefordert, diesen komplexen und vielfältigen Wandel buddhistischer Tradition auch in neuen Begriffen und Kategorien Rechnung zu tragen - denn mit der überstrapazierten Dichotomie von Theravada und Mahayana kann diese Heterogenität und Dynamik nur noch unzulänglich gefasst werden. Regional liegt der Schwerpunkt der Aufsätze auf Asien: acht Beiträge beschäftigen sich mit den Ländern Sri Lanka, Burma, Thailand, Kambodscha, China und Taiwan, Korea, Japan, Tibet und Nepal. Lediglich der letzte Beitrag widmet sich der Adaption buddhistischer Traditionen in Nordamerika und Europa. 

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare.

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Buddhismus Weltkulturen Literatur Wissenschaft .

Gandhi, Nehru und Iqbal

Von: Savifa am 28. März 2008 keine Kommentare

Archiv

Buchvorstellung von savifa

Autobiography, travel & postnational identity: Gandhi, Nehru and Iqbal / Javed Majeed. Basingstoke: Palgrave Macmillan, 2006.

Javed Majeed, Literaturwissenschaftler an der Queen Mary University in London, beschäftigt sich in seiner jüngsten Monographie mit den Konzepten von Reisen, Autobiographie und Nationalismus als wesentliche Konstituenten für die Erschaffung und Rückversicherung eines individuellen Selbst im Leben und Werk von Jawaharlal Nehru, Mohandas K. Gandhi und Muhammad K. Iqbal.

Die wichtigsten Parallelen zwischen den autobiographischen Texten dieser prominenten nationalistischen Figuren auf der Bühne des kolonialen Indiens verankert der Autor in deren handlungstheoretischem Verständnis des autobiographischen Genres sowie der Vernetzung von nationalistisch-politischen Überzeugungen und der Selbstwahrnehmung als Reisende.

Nehrus An autobiography (1936) und The discovery of India (1946), Gandhis An autobiography or the story of my experiments with truth(1927-1929) und Satyagraha in South Africa (1924-1925) sowie Iqbals Javid Nama - so die These - seien zugleich Ausdruck und Schöpfung eines "Ich", welches sich erst durch den Schreibakt auszubilden und zu festigen vermag. Gerade in der literarischen Gattung der Autobiographie verschmölzen Autor, Erzähler und Protagonist zu der alleinigen und komplexen Größe"Ich", die sich quasi die Kompetenz zum autonomen Handeln im Prozess des Schreibens "erschreibt".

Javed Majeed zeigt auf, dass sich die verschiedenen identitätsstiftenden Konzepte vom selbstverantwortlichen individuellen Selbst und von einem sich über den Begriff der Nation identifizierenden Kollektiv nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich vielmehr wechselseitig bedingen.

 

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare.

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Wissenschaft Literatur Autobiographie Kolonialismus .

Zum Seitenanfang

Navigation

Über diese Seite

Dies ist der Blog von suedasien.info, dem Informationsportal zu Südasien. In Ergänzung zu den ausführlichen und redaktionell bearbeiteten Analysen auf suedasien.info gibt dieser Blog den Raum für kurze subjektive Eindrücke aus und zu Südasien. Die einzelnen (namentlich gekennzeichneten) Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion und des Herausgebers.

Kategorien

Neue Kommentare

Autorinnen und Autoren

Wir freuen uns über neue Autorinnen und Autoren. Beschäftigen Sie sich mit Südasien oder sind Sie vielleicht gerade vor Ort und möchten von Ihren Eindrücken berichten? Schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail und erzählen Sie ein wenig von sich und den Themen, über die Sie schreiben wollen.

Login

Neu registrieren

Neues Passwort anfordern

Standards

valides Atom 1.0

valides RSS 2.0

Valides XHTML 1.0 Strict