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Von: Savifa am 04. Juli 2008 keine Kommentare
Website der Woche von Savifa
Die Bauls (Bengali: বাউল, Bāul), eine Gruppe wandernder mystischer Balladensänger aus Bengalen, bilden eine eigene soziale, religiöse und meist familiär abgeschlossene Gruppe und sind seit vielen Jahrhunderten fest in der ländlichen Kultur Bengalens etabliert.
Die Website Lalon Bauls Mysticism bietet eine gute Einführung in die Geschichte der Bauls, wobei insbesondere das Leben Lalon Shahs (1774-1890) hervorgehoben wird, der als der bedeutendste und einflussreichste Baul-Dichter und Sänger in der bengalischen Geschichte gilt.
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Bengalen
Musik
Bauls
Website
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Von: Savifa am 04. Juli 2008 keine Kommentare
Kategorie: Rezensionen Archiv
Love in South Asia: a cultural history / hrsg. von Francesca Orsini. Cambridge: Cambridge University Press, 2006.
„Es ist was es ist sagt die Liebe“ – Erich Fried mag recht haben: Die Liebe ist wohl eines der Gefühle, die als universell gesetzt werden können. Aber wie sich diese schönste aller Empfindungen tatsächlich anfühlt, wie sie ausgelebt wird und welches sprachliche Repertoire den Liebenden zur Verfügung steht – da haben Sprache und Kultur ein entscheidendes Wörtchen mitzureden. Denn jede Kultur und Subkultur bringt ihre eigenen historisch gewachsenen Idiome der Liebe hervor.
Die an der Universität Cambridge Hindi lehrende Francesca Orsini versammelt in diesem Buch Beiträge, welche die Geschichte der Liebe in Südasien anhand von bestimmten sprachlichen Codes, Handlungsmustern, Bildern und Geschichten von und über die Liebe aufzeichnen. Das Buch zeigt die Variationsbreite und Heterogenität der Idiome der Liebe in Südasien - von srngara, viraha, über ishq, prem und love – anhand von Beispielen aus Literatur, Literaturgeschichte, Philosophie, Sozialgeschichte, Anthropologie und Film – von der Zeit des Gupta Reichs bis in die Gegenwart.
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Südasien
Literatur
Liebe
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Von: urmila am 30. Juni 2008 keine Kommentare
Eine taz -Kurzmeldung berichtet von einer Demonstration von rund 3000 TamilInnen in Düsseldorf. Bei RP online waren es 3500, aber noch weniger Informationen.
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Sri Lanka
Deutschland
Diaspora
Konflikt
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Von: urmila am 23. Juni 2008 1 Kommentar
Schon seit einiger Zeit wird in Kalkutta ein Pride Parade gefeiert. Dieses Jahr sind nun auch für kommenden Sonntag Paraden für Delhi und Bangalore geplant. Aus einem Aufruf für Bangalore:
For the first time this year Bengaluru and Delhi are joining Kolkata in marching to celebrate Pride in India. This is a chance for the lesbian, gay, bisexual, hijra, kothi, hijra, transsexual, transgender, doubledecker and intersex communities to celebrate being part of this country and to protest how the government of this country continues to treat sexual minorities as criminals. This is also a chance for friends, families and supporters to come out on the streets in support of these communities, and in doing so, connecting with the origins of Pride Marches which take place around the world at this time of the year.
Hintergrundinformationen im Schwerpunkt Queer South Asia
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Indien
Gender
Sexualität
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Von: mario am 22. Juni 2008 keine Kommentare
Zehn Millionen weibliche Föten wurden in den letzten 20 Jahren in Indien abgetrieben. Und der Trend hält an. Wie die BBC derzeit auf ihrer Website berichtet, sieht es im Bundesstaat Punjab am schlimmsten aus. Dort kommen auf 1000 neugeborene Jungs nur rund 300 Mädchen. Das Problem sei nachwievor die Bevorzugung männlicher Nachkommen in allen Lebensbereichen. Es müsse einen Richtungswechsel im traditionellen Denken geben, wird eine Frauenrechtlerin der Gruppe ActionAid zitiert.
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Indien
Reproduktion
Gender
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Von: Savifa am 18. Juni 2008 keine Kommentare
Website der Woche von Savifa
Am Institut Français de Pondichery läuft seit 2005 ein Projekt mit dem Ziel, einen interaktiven Atlas zur Geschichte Südasiens zu erstellen.
Dabei werden sowohl vorhandenes Kartenmaterial als auch bereits als Druckversion vorliegende Atlanten zu einem interaktiven Atlas zusammengeführt.Zu den berücksichtigten Referenzwerken gehört der bekannte Atlas zur Geschichte Südasiens, der unter dem Titel A historical Atlas of South Asia von Joseph E. Schwartzberg herausgegeben wurde.
Obwohl das Projekt, an dem verschiedene südindische Universitäten wie die Tamil University (Thanjavur), die Mahatma Gandhi University (Kottayam), die Mangalore University und die Central University of Hyderabad beteiligt sind, noch nicht abgeschlossen ist, steht ein Prototyp des Atlas online frei zur Verfügung. Zunächst konzentrierten sich die beteiligten Einrichtungen auf Tamil Nadu und Kerala, mittlerweile wird auch an den Daten für Andhra Pradesh und Karnataka gearbeitet.
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Südindien
Geschichte
Atlas
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Wissenschaft
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Von: kathleen am 17. Juni 2008 keine Kommentare
Am 19. Juni 2008 eröffnet die Ausstellung "Auf gepackten Koffern - Leben in der Abschiebehaft", die sich anhand von Fotos und Interviews mit der Situation von Menschen in der Berliner Abschiebehaft auseinandersetzt.
Eine der acht Porträtierten ist Ruth Fernando aus Sri Lanka, die seit fünf Jahren in Deutschland lebt. Nach einer dreimonatigen Inhaftierung im Abschiebegefängnis in Berlin-Köpenick und der Ablehnung ihres Asylantrags machte sie dennoch eine Ausbildung zur Altenpflegerin...
Die Ausstellung wird präsentiert vom Flüchtlingsrat Berlin in Zusammenarbeit mit der Initiative gegen Abschiebehaft , Cimade (Paris) und PRO ASYL.
Eröffnung: 19. Juni 2008, 18:30 Uhr
Ort: ver.di Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, Nähe Berlin Ostbahnhof
Die Ausstellung kann dort bis zum 11. Juli besichtigt und beim Flüchtlingsrat Berlin ausgeliehen werden.
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Migration
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Von: peer am 16. Juni 2008 keine Kommentare
Kategorie: Impressionen Archiv
Auch wenn der Anfang des Artikels "Musik aus der Seele Afghanistans" in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zur Militärkapelle der Afghanischen Nationalarmee (ANA) sich eines gewissen, ironischen Untertons nicht verwehren kann, so ist er doch trotzdem interessant zu lesen:
Das vierviertelgetaktete Dschingderassabumm artet in ein diffuses Rumpeln aus. Es knarzt und scheppert. Melodielinien der Bläser verheddern sich in einem elefantösen Getöse, das abebbt und sich dann schlingernd und ächzend in ein furioses und hinreißend schiefes Finale rettet. Der musikalische Leiter dirigiert das Durcheinander wie ein Feldherr. Die Marseillaise auf Afghanisch. Ein Rockmusikkritiker würde diese Klänge womöglich mit Ausdrücken wie „verbrannte Erde“ oder „fiebrig“ beschreiben. Er würde das übrigens ganz und gar positiv meinen. Aber hier geht es um Militärmusik. Und weil in der Militärmusik Ordnung herrschen muss, gibt es Männer wie Oberst Mohammad Alam Kohistany, Kommandeur des afghanischen Militärmusikcorps in Kabul.
Und nicht nur das - es gibt auch gleich noch was zu hören: Passend zum Artikel liefert die FAZ auch eine audiovisuelle Flash-Animation, die ich leider nicht technisch verlinken kann:
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EB978E9
DE94964C4BBC99952F0F1FBA61~ATpl~Ecommon~SMed.html
Darin spielt die ANA-Band die Nationalhymnen von Afghanistan, Deutschland, Frankreich und den USA - wobei es sich beispielsweise aus aktuellem Anlass der Fussball-Europameisterschaft anbietet, den Fernseher vor Spielbeginn ruhig mal leise zu stellen und die Version der Militärkapelle laut aus dem PC erschallen zu lassen.
Leider hat die FAZ nicht auch die später im Artikel erwähnten traditionellen Melodien in ihre Animation aufgenommen:
In einem kargen Raum haben einige seiner Soldaten hinter traditionellen Musikinstrumenten Stellung bezogen. Sie tragen weder Tarnfarben noch Paradeuniformen, sondern ihre zivilen Ausgehanzüge. Einer spielt Tabla, bauchige Trommeln, ein anderer „Rubab", ein altes Saiteninstrument. Der Oberst hat sich dieses elegische Lied gewünscht. Er schließt die Augen. „Musik ist Balsam für meine Seele", hatte er in seinem Büro gesagt. Sie sei wichtig für eine gute Gemeinschaft. Ein Sänger setzt ein, der Akkordeonspieler und auch das Harmonium - eine handliche Orgel, die ebenfalls mit einem Blasebalg betrieben wird. Nichts scheppert, nichts knarzt, alles greift harmonisch ineinander.
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